1438 wurde unter Beibehaltung des Langhauses der Chor angebaut, der den Flügelaltar aus der Werkstatt von Hans Strigel d.Ä. aufnehmen sollte. Die Flügel stammen - ebenso wie die Freskenreste an den Chorwänden - wohl aus der Hand von Hans Strigel selbst, dessen Stilistik sich in den schmalen Figuren mit ihren feingliedrigen Händen deutlich zeigt. Der geschlossene Altar zeigt die hl. Katharina, die hl. Magdalena, die hl. Barbara und die hl. Margaretha. Ist der Altar geöffnet, sieht man den hl. Cyriakus in zeitgenössischer Kleidung, den hl. Dionysius mit dem abgeschlagenen Haupt und Johannes den Täufer und Papst Silvester.
Die Predalla zeigt in Schwarzzeichnung die Apostel mit Christus in der Mitte, ein bemerkenswert frühes Zeugnis reiner Zeichnung.
Zu beachten sind auch die beiden Seitenaltäre, die der Oberstdorfer Maler Claudius Schraudolph 1882 auf alte Altarblätter aus dem 15. Jahrhundert völlig neu gemalt hat. Wahrscheinlich handelt es sich um den ursprünglichen Altar der Kapelle vor der Zeit der Chorerweiterung.
Unter der Orgelempore ist noch eine Maria Iactans (stillende Maria) von 1666 beachtenswert.