Kirche St. Christoph
Kirche St. Christoph
Türen der Kirche
Türen der Kirche
Christophorus im Vorraum der Kirche
Christophorus im Vorraum der Kirche
Kreuz und Taufstein
Kreuz und Taufstein
Kreuzweg
Kreuzweg
Pfarrei Sonthofen › Gemeinde › Kirchen und Kapellen › Pfarrkirche St. Christoph

Ein kleiner Kirchenführer

von Michael Pfrenger am 19.08.2010

Die Kirche St. Christoph wurde in den Jahren 1977 - 1979 erbaut und ist seitdem den Mittelpunkt der Pfarrei St. Christoph.

Kirchenraum

In der Kirche dominieren einfache, archaische Formen, insbesondere Kreise und Quadrate. Der Kreis ist bereits in der Antike das Symbol für Vollkommenheit und steht damit für GOTT. Das Quadrat mit seinen vier Ecken und gleich langen Seiten steht für den Kosmos.
Über einem strengen Quadrat von 26 m Seitenlänge erhebt sich das über Eck gestellte Zelt in Form von zwei geteilten Halbpyramiden. Im Zentrum der Kirche steht der Altar auf einem kreisförmigen Podium. Er ist jedoch leicht nach Osten versetzt und zeigt damit wie der Tabernakel nach Osten, in die Richtung des Sonnenaufgangs. Um den Altar sind ebenfalls kreisförmig die Bankreihen sowie das Podium mit dme Ambo angeordnet. Das kreisförmige Muster setzt sich auch in den Bodenfliesen der Kirche, im Innenhof und in der Gestaltung der Kirchentüren fort.
Als Material für den Altar, den Ambo und die Einfassung des Tabernakels wurde Nagelfluh gewählt. Dadurch wird der Bezug zu unserer Region hergestellt. Die Nagelfluhkette erstreckt sich bis nach Blaichach in unmittelbare Nachbarschaft unserer Pfarrei. Bei der Entstehung des Nagelfluhgesteins wurden viele kleine Steine zu einem Ganzen zusammengebacken. Dadurch besitzt dieser Stein eine starke Symbolik für eine christliche Gemeinde.
Das Taufbecken, das ebenfalls aus Nagelfluh gefertigt worden ist, stellt einen Brunnen dar, aus dem das Wasser zur Taufe herausfließt.

Kirchentüren

Die Kirchentore sind quadratisch - wie die Kirche selbst. Im linken Portal sind Schöpfung und Neuschöpfung zu sehen, im rechten Portal die Sieben Sakramente.
Die Türen hat Willy Guglhör, akademischer Bildhauer in München, in Kupfer getrieben.

Figuren des Heiligen Christopherus und der Muttergottes

Die überlebensgroße Figur des Heiligen Christopherus, des Patrons der Kirche, steht im Kirchenvorraum. Christopherus hat der Legende nach Christus über einen Fluss getragen und gilt als Patron der Reisenden. Nach alter Tradition steht der Christopherus deshalb häufig an der Pforte, d.h. "am Weg".
Beide Figuren wurden vom Holzschnitzer Alois Ohmayer aus Oberstdorf gefertigt.

Kreuz

Seit dem Fest Kreuzerhöhung, dem 14. September 1986 steht in der Kirche das neue Kreuz. Mit seinen ausgebreiteten Armen umspannt Jesus liebend die Menschen. Durch Leiden und Tod ist er hinübergegangen in das Neue Leben. Der Goldreif an Stelle der Dornenkrone weist darauf hin.
Das Kreuz wurde - wie die Kirchentüren - von dem Münchner Künstler Willy Guglhör geschaffen.

Vortragskreuz

Auch das Vortragskreuz ist nicht nur eine Leidensdarstellung. Die durchbrochenen Kreuzbalken lassen das Licht hindurch, das neue Leben der Auferstehung. Was sonst mit Gold und Edelsteinen ausgedrückt ist, das Leben in Gottes Herrlichkeit, zeigen hier einfach Lichtpunkte um den Gekreuzigten.
Das Kreuz wurde vom Bildhauer Hans Wachter aus Kempten geschnitzt und wurde der Pfarrei von der evangelischen Gemeinde zur Weihe der Kirche geschenkt.

Orgel

Die Orgel, die am 21.12.1986 geweiht worden ist, wurde vom Orgelbaumeister Josef Garhammer aus Weilheim geschaffen. Er beschreibt den Klang der Orgel mit den Worten: "Die Orgel muaß klinga wia a frisch's Quellwasserbacherl." Er baute die Orgel mit 1240 Pfeifen und 20 Registern in der Tradition des 17. und 18. Jahrhunderts fast ausschließlich aus Holz.

Wandbild

Das Gemälde an der Ostwand der Kirche ist der Hintergrund bei den Versammlungen der Gemeinde, bei Gebeten und Feiern. Das fortlaufende Band der Darstellung von Themen der Glaubensgeschichte ist der Hintergrund für unseren eigenen Glaubensweg. Das Bild wurde 1982 von dem Augsburger Künstler Fons Dörschug in enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Pfarrer Günther Bäurle geschaffen.

Kreuzweg

Der aus sieben Bildern bestehende Kreuzweg wird durch ein Auferstehungsbild abgeschlossen. Im Zentrum der Bilder, deren Formen sich am Wandbild orientieren, stehen die Hände. Der Kreuzweg wurde von dem Sonthofener Künstler Paul Pfanner geschaffen.

Montranz

Die Monstranz will, wie der ganze Kirchenraum, konzentrieren auf die Mitte, Jesus Christus. Sie nimmt deshalb die Form des Kreises, die den Kirchenraum dominiert, wieder auf. Der Gold- und Silberschmeidemeister Gottfried Schwarz aus Augsburg schuf dieses kostbare liturgische Gerät in schwieriger Arbeit. Aus einem runden Fuß ist ein schmaler vierkantiger Reif herausgearbeitet, der die kreisrunde Scheibe umfängt, in deren Zentrum das Allerheiligste ist.
Die Anschaffung der Monstranz ist einer unbekannten Spenderin zu verdanken.

Ständer für die Osterkerze

Der Ständer für die Osterkerze wurde 2010 von dem Sonthofener Künstler M. Fritz geschaffen.